Dienstag, 27. Januar 2015

Bericht zur Wohnzimmerlesung bei Alexandra von Willkommen im Bücherkaffee mit Arno Strobel

 
 
 
Gestern am 24. Januar 2015 war es endlich soweit und die Wohnzimmerlesung bei Alexandra von Willkommen im Bücherkaffee mit Arno Strobel fand statt. Ich habe mich schon solange auf die Lesung gefreut gehabt, da die Lesungen bei Alexandra immer so schön waren.
Auch dieses mal wurde ich nicht enttäuscht, denn Alexandra und Anka von Ankas Geblubber haben wieder total viel Herzblut und Liebe, in die Vorbereitungen der Lesung gesteckt, sodass es wieder ein rundum gelungener Abend war.
 
Hier mal ein paar Bilder und Infos zur Lesung:
 
 
 
 
 
Als erstes stand ein gemütliches Blubbern und Kennen lernen mit dem Autor und der ganzen anderen Gäste auf dem Programm. Nebenbei gab es leckere Drinks und Häppchen. 
 

 
 
Nach dem Kennen lernen und sich Stärken ging es dann auch schon los mit der Lesung von Arno Strobel und seinem Buch "Das Dorf" ;) Er machte uns aber vorher darauf aufmerksam, das er gar nicht soviel daraus vorlesen werde, denn wer ein Buch gerne vorgelesen bekommen möchte, der sollte sich doch das Hörbuch kaufen. Arno Strobel wollte uns lieber Dinge erzählen, die man normalerweise nicht so leicht erfährt. Wer ist denn der Autor, der hinter den Büchern steckt? Wie kommt man darauf Bücher zu schreiben? Woher kommen denn die Ideen?
Für den Autor ist es immer interessant direkter Feedback zu bekommen.
In einer Wohnzimmerlesung, die ja eher in einem kleinen Kreis stattfindet, sei doch was ganz anderes und privateres, als eine normale Lesung in einer Buchhandlung.
Desweiteren  hat er uns noch 3 seiner Kurzgeschichten vorgelesen, mit denen das Schreiben begonnen hat. Die Kurzgeschichten gibt es sogar in einem Buch, aber das Buch wird nur auf den Lesungen verkauft, damit die Kurzgeschichten, was ganz besonderes sind und auch bleiben.
Ein kleines Experiment folgte noch hinterher und zwar hat im Herbst letzten Jahres eine Leserin zu Arno Strobel gemeint, ob er doch nicht seine Bücher als Hörbücher einsprechen wollte, da er so gut lesen kann. Er verneinte es. Die Gesprächspartnerin sagte aber darauf: "Ja, aber Sie lesen doch so spannend! Ich glaube, sie könnten sogar einen Beipackzettel von Tabletten vorlesen!" Das ließ ihm keine Ruhe und ladete promt einen Beipackzettel aus dem Internet herunter. Er ließ alles so wie es ist, außer zwei Dingen und zwar ersetzte er den Namen des Medikaments durch "Medikament" und er kürzte ganze Blöcke, da der Beipackzettel dann viel zu lang wäre.
Das Medikament war nichts anderes als Abführmittel und es war so spannend.
 
 
 
Wir haben der Lesung alle total gespannt gelauscht und haben uns köstlich amüsiert.
 
Arno Strobel erzählte uns natürlich auch, wie alles begann, also was er alles so in seinem Leben gemacht hat? Wie er zum Schreiben gekommen ist? Und vieles mehr.
Fand ich sehr interessant, soviel mehr über den Autor zu erfahren.
 
Natürlich durfte auch eine Fragerunde nicht fehlen.
Alles was uns brennend interessierte, fragten wir.
Sogar die Zuschauer, die leider nicht bei der Lesung dabei sein konnten, durften Fragen stellen und ein Zuschauer hat sogar ein signiertes Buch "Das Dorf" von Arno Strobel bekommen, wie auch einer von uns Zuhörern.
 
 
Arno Strobel selbst hat die beiden Gewinner gezogen ;)
 
 
 
Nach der Lesung hat Arno Strobel natürlich unsere Exemplare seiner Bücher signiert ;)
 
 
 
Ein Bild mit Arno Strobel durfte natürlich auch nicht fehlen ;)
Schön, das man sich kennen gelernt hat ;)
War mir echt eine sehr große Freude ;)
 
 
 
Ein Foto mit Marcel von http://lit-marcel.blogspot.de/ durfte auch nicht fehlen. ;)
Schön, das man sich wieder gesehen hat ;)
 
Die Wohnzimmerlesung war total schön.
Die beiden Gastgeberinnen Anka und Alexandra haben sich echt wieder total viel Mühe gemacht, sodass ich mich von der ersten Sekunde an sehr wohlfühlte. Das Essen und Trinken war sehr lecker. Die Gäste waren einfach nur wunderbar. Wir haben echt sehr tolle Gespräche geführt.
Habe einige sehr nette Bekannten gemacht.
Der Autor Arno Strobel war mir auch sehr sympathisch und ich bin richtig froh, das ich ihn kennen lernen durfte, denn jetzt weiß ich wer hinter den Bücher steckt ;)
 
Ich bin von dem Abend der Wohnzimmerlesung immer noch total geflasht.
Werde den Abend immer in Erinnerung behalten.

Danke an Anka und Alexandra, das ihr immer so viel Herzblut und die Wohnzimmerlesungen steckt und danke das ich dabei sein durfte. Danke an alle Gäste die da waren, hat mich echt gefreut euch wieder zu sehen bzw. euch kennen zu lernen. Danke an Arno Strobel, für die megatolle Lesung.
 
Anmerkung: Die Bilder hat die liebe Michelle von http://dhiammara.blogspot.de/ zur Verfügung gestellt. Danke, das ich die Bilder benutzen durfte. Ein Bild hat die liebe Alexandra gemacht.
 
Liebe Alexandra und Anka, ich werde euch als treuer Stammgast immer erhalten bleiben ;)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 20. Januar 2015

Rezension zum Buch "Endgame" von James Frey

 
 
Daten zum Buch:
Titel: Endgame
Autor: James Frey
Genre: Dystopie
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 592 Seiten
Erschienen: 07. Oktober 2014

Inhalt des Buches:
Das Buch geht um 12 Jugendliche, im Alter zwischen 13 und knapp 20 Jahren. Sie wissen,  dass ihre Zeit gekommen ist, um zu "spielen" wenn 12 Meteoriten auf allen Kontinenten der Welt einschlagen. Die 12 Jugendlichen entstammen folgenden Geschlechten, den Sumerern, Koori, Shang, Minoern und vielen mehr. Sie werden ihr ganzes Leben lang darauf trainiert,  um Endgame zu spielen. Die 12 Jugendlichen müssen dort um ihr Leben kämpfen, denn nur wer das Spielt gewinnt überlebt und mit ihm auch sein Menschengeschlecht. Alle anderen Menschen auf der Welt werden sterben. Sie auserwählten Spieler müssen um die ganze Welt reisen, diverse Codes knacken, verschiedene Rätsel lösen, um in den Besitz des ersten der drei Schlüssel zu gelangen, die zum Gewinn von Endgame notwentig ist.
 
Charaktere:
Es gibt 12 Charaktere im Buch und sie könnten verschiedener nicht sein, denn jeder kann was anderes gut, aber eines haben sie gemeinsam und zwar wurde jeder von Ihnen für Endgame ausgebildet um zu töten und zu gewinnen. Sie alle sind sehr blutrünstig und sehr unterschiedlich, also jeder auf seine eigenen Art und Weise einzigartig. Am liebsten mochte ich die Charaktere Sarah Alopay und Jago Tlaloc, weil sie in diesem ersten Teil sehr im Mittelpunkt stehen und mich am besten in sie hineinversetzen konnte. Desweiteren gibt es noch den Charakter Christoph, Sarahs Freund aus ihrem alten Leben, der alles daran tut, sie zu finden und ihr zu helfen. Das war keine wirklich gute Idee von ihm.

Schreibstil:
Die Geschichte wird aus der Sicht von einem beobachteten Erzähler näher gebracht, der immer wieder mal bei einem der 12 Spieler zugegeb ist und desen Schicksal wir dann mitverfolgen dürfen.
Das Buch ist in kleinere und größere Kapitel aufgebaut. Bei jedem Kapitel steht eine Kapitelüberschrift mit dem Namen des jeweiligen Spielers oder der Spieler und wo sich der Spieler bzw. die Spieler gerade aufhalten. Desweiteren steht bzw. stehen noch die verschiedenen Geschlechterzeichen mit dabei. Der Schreibstil des Autors ist sehr gewöhnungsbedürftig, da er sehr kühl und emotionslos schreibt und die Sätze meist nur sehr kurz sind bzw. des öfteren auch mal aus nur einem Wort bestehen. Nach und nach gewöhnt man sich aber den Schreibstil, der irgendwie perfekt zum Buch passt. Das Buch ist auf irgendeiner Weise sehr spannend geschrieben, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen, weil ich wissen wollte wie es mit den verschiedenen Spielern weitergeht und wer von Ihnen den Erdschlüssel findet. Für manche Spieler beginnt man Sympathien aufzubauen und andere dagegen fängt man an zu hassen.  Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen und je weiter es im Geschehen voranging umso spannender fand ich es.
 
Meine Meinung:
Endgame "Die Auserwählten" ist ein sehr gelunger Auftakt einer spannenden Trilogie.
Das Buch bereichert dem Leser durch die facettenreichen Charaktere, den etwas anderen Schreibstil, der aber perfekt zum Buch passt, die große Spannung die sich durch das ganze Buch zieht. Das Buch hat mir sehr fasziniert, auch wenn es mir schon etwas zu brutal war, aber das ist und bleibt Endgame.
Ich bin gespannt auf Teil 2 und freue mich schon jetzt, wenn er erscheint.
Ich vergebe dem Buch 4 gute Sterne.

Sonntag, 18. Januar 2015

Rezension zum Buch "Meine allerbeste Freundin & ich" von Katrin Lankers

 
 
 
 
Heute möchte ich euch gerne das Freundebuch "Meine allerbeste Freundin & ich von Katrin Lankers vorstellen. Das Buch ist am 16. Juli 2014 im Planet Girl Verlag erschienen und hat 192 Seiten.
 
Die meisten von euch müssten sie kennen, die Freundebücher von früher.
Meine müssten irgendwo noch vergraben sein, denn so kann ich mich ein bisschen mehr an meine Kindheit erinnern. Dieses Buch aber ist ganz anderes, denn es ist nur für zwei Freunde ausgelegt und zwar für dich und deine allerbeste Freundin, was mir sehr gut gefällt.
 
Das Cover des Freundebuches sieht richtig toll aus. Es ist in mintgrün gehalten und es sind viele kleine Bilder draufgemalt. In der Mitte befindet sich ein Bild von zwei Mädchen, die wie ich annehme zwei beste Freundinnen darstellen soll, was wie ich finde sehr gut zum Buch passt.
 
Das Seiten des Buches selbst sind in rosa gehalten und man findet viele kleine Bildchen und Schnörkeleien im Buch, was das Buch sehr verspielt macht. Vorne im Buch findet man Platz, um ein Bild von sich und seiner besten Freundin einzukleben.
 
Das Freundebuch beinhaltet folgende Unterthemen:
 
- ich+ich=wir
- Stärken+Schwächen
- Beauty+Wellness
- Kreativ+Kultig
- Alltag+Auszeit
- Wir+die Welt
- Werte+Wissen
- Reisen+Entdecken
- Zukunft+Ziele
 
Das Freundebuch ist sehr abwechslungreich gestaltet.
Es gibt Seiten, die man alleine oder zusammen ausfüllt.
Dann gibt es widerum noch Seiten, wo man etwas gemeinsam machen muss z.B. zusammen eine Geschichte erfinden, die Klamotten der Freundin aufpeppen, eure Rollen tauschen und vieles mehr.
Auf jeder Seite findet man Fragen, die man entweder ankreuzen oder selbst beantworten muss.
Das gefällt mir richtig gut.
 
Der Autorin ist es gelungen mit sehr viel Liebe ein wundervolles Freundebuch zu entwerfen, mit dem man seine beste Freundin erneut kennen lernen kann bzw. sieht wie gut man seine Freundin kennt.
Das Buch ist das perfekteste und tollste Freundebuch, das es meiner Meinung nach gibt.
Es macht großen Spaß, mit seiner Freundin zusammen, die vielen Fragen und Aktionen auszufüllen bzw. auszuprobieren.
 
Das Freundebuch bekommt von mir 5 Sterne.
 

 
 

Sonntag, 11. Januar 2015

Rezension zum Buch "Liebe ist kein Gefühl" von Thomas Dellenbusch

 
 
http://www.amazon.de/Liebe-kein-Gef%C3%BChl-Thomas-Dellenbusch-ebook/dp/B00PJ2OTDS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1420969891&sr=8-1&keywords=liebe+ist+kein+gef%C3%BChl
 
 
Daten zum Buch:
Titel: Liebe ist kein Gefühl
Autor: Thomas Dellenbusch
Genre: Erzählung
Verlag: KopfKino Verlag
Seitenzahl: 87 Seiten
Erschienen: 11. November 2014

Inhalt des Buches:
Nina feiert heute ihren 39. Geburtstag. Sie fühlt sich ausgelaugt und ohne Perspektive.
Eine weitere Beziehung ist gescheitert. Sie setzt sich einen Bus und fährt einfach ohne ein festgelegtes Ziel irgendwohin. Sie möchte sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens machen.
Beim Busfahren entdeckt sie eine Zeitschrift, bei der ein Mann einen Artikel geschrieben hat, der sie von Anfang an zu faszinieren beginnt. Der Mann erklärt in dem Artikel, was denn Liebe ist.
Nina begibt sich auf die Suche nach dem Mann. Was wird Nina auf der Reise erfahren und was hat das alles für einen Einfluss auf ihr Leben?
 
Charaktere:
Nina war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten.
Ich finde es echt mutig von ihr, das sie sich auf eine Reise ins Ungewisse macht.
Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors ist meiner Meinung nach was besonderes, denn er ist nicht nur locker und leicht, sondern auch sehr tiefsinnig, was mir sehr gut gefällt. Ich habe mit dem Lesen begonnen und konnte nicht aufhören, bis das Buch zu Ende war. Von Anfang an ist bei mir das Kopfkino angesprungen und deshalb ist das Buch was besonderes und einmaliges für mich. Ich konnte mit dem Buch dem Alltag mehr als entfliehen.

Meine Meinung:
Dieses Buch war das erste Buch des Autor und ich bin mehr als begeistert davon. Dem Autor Thomas Dellenbusch ist es gelungen ein Buch zu schreiben, mit einer sehr berührenden und gefühlvollen Geschichte. Man bekommt neben den Erlebnissen von Nina auch mit, was Liebe eigentlich ist und was Liebe eigentlich bedeutet. Das Buch regt einen sehr zum Nachdenken an. Ich werde das Buch so schnell nicht mehr vergessen. Ich vergebe dem Buch ganz klar 5 Sterne. Diese Erzählung werde ich wohl nicht das erste und letzte mal gelesen haben.
 
 
 

Mittwoch, 7. Januar 2015

Gewinnerbekanntgabe der MeinKopfKino Blogtour 2015

 



Hallo meine lieben Leser,

wir haben uns sehr gefreut, das ihr bei unserer Blogtour dabei wart.
Mit großer Freude haben wir eure interessierten Kommentare zur Tour gelesen.

Heute kommt die Auslosung zum passenden Gewinnspiel.

Hier die Gewinner:

1 signiertes Taschenbuch „Unglaubliche Welt“ geht an – Astrid Stegbauer
1 signiertes Taschenbuch „Herzenssachen“ geht an – Petra Schestokat
1 Audio CD „ Unglaubliche Welt“ vom Verlag geht an – Ricarda Kehlert
je ein E-Book nach Wahl vom Verlag (per Amazon-Gutschein) geht an
- karin - Ulrich Birkel - Sonjas Bücherecke - Marina Mennewisch - Sarah Holtorf

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schickt eure Kontaktdaten direkt an den Verlag mit dem Namen unter dem ihr gewonnen habt (zwecks Zuordnung) Mailadresse: kontakt@meinkopfkino.de

Sonderpreis:
1 Autorenvertrag für eine Erzählung von mindestens 7.500 Wörtern Länge mit einem 100-Euro-Vorschuss, inkl. Lektorat, Satz und Gestaltung geht an – Daniela Schmitz
(Bitte schicke deine Kontaktdaten & Telefon an: kontakt@meinkopfkino.de )

Herzlichen Glückwunsch & viel Erfolg!

Alle weiteren interessierten Bewerber zum Sonderpreis können gerne ihre Erzählung zur Prüfung einreichen! Mailt an: kontakt@meinkopfkino.de

Herzlichen Glückwunsch!

Hinweis: Nur noch heute kann man sich übrigens noch für das Buch „Herzenssachen“ zur Leserunde bewerben (Print oder E-Book)
http://www.lovelybooks.de/autor/Thomas-Dellenbusch/Kopfkino-Herzenssachen-1124519351-w/leserunde/1128073084/

Wir alle sagen vielen Dank fürs Mitmachen ;)

Montag, 5. Januar 2015

Blogtour "Mein KopfKino2015" - Tag 4 -

Interview mit dem Autor Thomas Dellenbusch

 
 
 
Einen schönen guten Morgen meine lieben Leser,
 
heute ist es endlich soweit
 
und ich bin dran mit meinem Beitrag
 
zur Blogtour zu "MeinKopfKino2015"!
 
 
Gestern hat euch Sabrina von http://www.binchensbuecher.blogspot.de/
 
die Hörbücher vorgestellt.
 
Heute werde ich euch den Autor "Thomas Dellenbusch" vorstellen,
mit dem ich ein Interview führen durfte.
 
 
Darf ich nun vorstellen Thomas Dellenbusch ;)
 

Hallo Thomas, schön das du da bist und ich dich interviewen darf ;)
 
Kommen wir nun zu meiner ersten Frage.
 
-  Thomas, wie wäre es, wenn Du dich ganz allgemein erst einmal selber vorstellst?
 
Hallo Rebecca, gerne! Ich wurde 1964 in Düsseldorf geboren (mein Geburtstag wurde dann später zum Nationalfeiertag erklärt). Seit ich denken kann, stehe ich auf das geschriebene Wort. Im Alter von 9 habe ich mir zu Weihnachten eine Schreibmaschine gewünscht und auch bekommen. Damit schrieb ich erste Kurzgeschichten. Ich erinnere mich, dass es Western waren. Nach der Schule ging ich zur Polizei, bei der ich nach fast 20 Jahren als Kriminaloberkommisar gekündigt habe, um mich als Texter mit einer Werbeagentur selbständig zu machen. Auch heute arbeite ich hauptberuflich als Werbetexter für verschiedene Unternehmen. In meiner Freizeit begeistere ich mich für Philosophie und Geschichte, sowie für strategische Brettspiele. Ich lebe derzeit zwar als Single, aber in einer Partnerschaft genieße ich auch gemeinsame Leseabende. Ich lese nämlich gerne vor. Hierfür eignen sich wegen ihrer mittleren Länge Erzählungen, bzw. Novellen sehr gut. Das ist der Grund, warum ich sie schreibe.

- Soweit ich das richtig gesehen habe, gibt es noch keinen Roman von Dir. Ich meine Erzählungen sind ja eher weniger beliebt. Wird es bald auch mal einen Roman von dir geben?

Nicht in absehbarer Zeit. Ich habe zwar einen groben Plot dazu in der Schublade, aber da bleibt er auch erst einmal für eine Weile. Es war eine bewusste Entscheidung, einen Verlag zu gründen, der sich ausschließlich auf Erzählungen spezialisiert. Es ist mir auch bewusst, dass sich diese Literaturgattung nicht so häufig verkauft. Und auch, wenn ich selbst sehr gerne Erzählungen lese, so halte ich nicht deswegen daran fest, sondern weil Erzählungen gerade wegen ihrer mittleren Länge einen Mehrwert bieten, den weder Kurzgeschichten noch Romane bieten. Sie eignen sich für gemeinsame (Vor-)Leseabende. Man erwirbt quasi über die Geschichte hinaus auch noch eine gemeinsame, alternative Freizeitbeschäftigung für sich und den eigenen Partner. Wenn sich diese Idee irgendwann einmal mehr herumgesprochen  hat und viele verschiedene Autoren Erzählungen im KopfKino- Verlag anbieten, dann hole ich meinen Roman - Plot aus der Schublade. Bis dahin konzentriere ich mich darauf, für die Idee zu werben, Literatur gemeinsam zu genießen.

- Also möchtest Du gerne auch andere Autorinnen und Autoren verlegen?

Ja sofern es sich bei den Werken um Erzählungen handelt, die deutlich länger als Kurzgeschichten sind. So circa 40 bis 120 Printseiten. Momentan arbeiten vier interessierte Autorinnen daran, eine solche für den KopfKino - Verlag fertigzustellen.

- Du hast bisher sechs Erzählungen veröffentlicht. Sie alle sind sehr, sehr unterschiedlich. Ich finde das eher ungewöhnlich. Hast Du für Dich noch keinen roten Faden gefunden?

Um ehrlich zu sein, experimentiere ich bisher mit verschiedenen Konzepten herum. Das heißt nicht, dass Konzept oder Sprache noch unausgereift sind, denn alle Geschichten erfahren von ihren bisherigen Leser/innen sehr positiven Zuspruch. Nein, ich habe einfach mal verschiedene Ideen ausprobiert. In einer Geschichte wollte ich Zeitreisen möglich machen, ohne an dem berühmten Großvater - Paradoxon zu scheitern. In einer anderen wollte ich die christliche Ostergeschichte verstecken. Bei einer weiteren wollte ich es schaffen, eine komplette Erzählung als Palindrom zu schreiben, also eine Geschichte, die man sowohl vorwärts als auch rückwärts lesen kann. In einer anderen wollte ich unbedingt mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, mehrere unabhängige Geschichten ineinander zu verschachteln und dann aus dieser Verschachtelung ordentlich wieder herauszukommen. Es gibt Autoren, die schreiben nur Thriller, Romantik oder Fantasy. Mich reizt dagegen eher eine besondere Grundidee, eine besondere Konzeption.

- Woher kommen Dir denn die Ideen für Deine Geschichten?

Diese Frage habe ich befürchtet. Ich weiß es nicht. Ich muss sie mir wirklich mühsam erarbeiten. Das ist das, was bei mir am längsten dauert. Ich brauche manchmal Monate für eine neue Idee, bevor ich anfangen kann zu schreiben. Ich kann immer erst mit der Erschaffung der Charaktere oder des Handlungsablaufs beginnen, wenn ich weiß, wie das Ganze endet. Ich brauche zuerst das Ende. Ich muss wissen, worauf alles hinausläuft. Am Beispiel von "Verstecktes Herz" lässt sich das am ehesten nachvollziehen. Die Protagonistin hat ein dunkles Geheimnis, das erst am Ende zum Vorschein kommt. Die komplette Story entwickelt sich so, wie sie sich entwickelt, auf eben dieser Grundlage. Ich als Autor muss ihr Geheimnis ja kennen, ich muss wissen, warum gerade dieses Geheimnis Yvonne zu dem macht, was sie ist. Nur so kann ich erstens die mitspielenden Personen entwickeln und zweitens den Handlungsablauf so gestalten, dass am Ende die Bombe auch platzt.

- Wie und Wo schreibst Du dann am liebsten, bzw. wie sieht denn ein typischer Tag im Leben des Autors Thomas Dellenbusch aus?

Nun, zuerst frühstücke ich mit meiner Muse auf der Dachterrasse meines Anwesens in Monaco. Dann segeln wir auf meiner Yacht ein paar Stunden hinaus. Dann folgen meist Pressetermine, bevor ich mich in meiner rustikalen Bibliothek an meinen antiken Schreibtisch setzen kann. Dann wache ich endlich auf und fahre mit dem Rad zu jener Firma, für die ich gerade arbeite, und nach Feierabend folgt ein Stück Hausarbeit und vielleicht ein Spieleabend mit Freunden. Zum Schreiben komme ich meist nur an freien Tagen. Das mache ich dann entweder zu Hause am Computer oder in einem Cafe mit einem Laptop.

- Gibt es etwas, auf das Du selbst sehr viel Wert legst bei deiner Arbeit als Autor?

Ja, es sind genau 3 Sachen, die mir wichtig sind. Da ist erstens die bereits erwähnte, besondere konzeptionelle Grundidee, durch die sich eine Geschichte auszeichnen soll. Zweitens will ich partout nicht beim Lügen erwischt werden. Deswegen recherchiere ich möglichst gründlich, seien es Örtlichkeiten, physikalische Gesetze, geschichtliche Zusammenhänge und ähnliches. Und last but not least bemühe ich mich um eine schöne Sprache. Ich bin fasziniert davon, mit Worten zu spielen und mit ihnen Bilder zu malen. Diese Faszination hat mich bei der Polizei kündigen und Texter werden lassen, und diese Freude am Formulieren will ich auch in meinen Geschichten ausleben. Letztendlich ist das der Grund, warum ich es tue. Dabei bin ich auch meinen beiden Lektoren dankbar, dass sie mich hier und da bei allzu ausufernden Gebilden bremsen können.

- Eine Frage, die nicht fehlen darf: Was liest Du selbst?

Natürlich habe ich selbst auch immer viel gelesen. Leider ist es in den letzten Jahren etwas weniger geworden, wegen der selbstgewählten Freiberuflerei. Mindestens die Hälfte meiner Lektüre besteht jedoch aus Sachbüchern, vor allem aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Natur- und Geisteswissenschaften. Im Bereich der Bellestrik lese ich echt querbeet, von Klassikern wie Alexandre Dumas, Astrid Lindgren, Mark Twain oder auch Hesse, Shakespeare und Goethe über populäre Erfolgsautoren wie Dan Brown oder Stephen King bis zu Liebhaber-Literatur, die ich bei Autoren wie Daniel Kehlmann, Pascal Mercier, Peter Stamm oder Alice Munro finde. Zu meinen belletristischen Lieblingsbüchern der jüngeren Vergangenheit zählen "Nachtzug nach Lissabon", "Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry" oder "Die Vermessung der Welt".

Zum Schluss noch 3 ultrakurze Antworten bitte:

- Welches Buch hättest Du gerne selbst geschrieben?

Nachtzug nach Lissabon

- Welche deiner sechs Erzählungen ist deine Lieblingsgeschichte?

Welches meiner Kinder sollte ich mehr lieben als die anderen? Dafür sind sie zu verschieden.

- Hast du ein literarisches Vorbild?

Alice Munro! Ihre Kunst ist einzigartig und für mich unerreichbar. Das macht sie zu einem perfekten, weil dauerhaften Ansporn.
 
Vielen lieben Dank Thomas, für dieses tolle Interview ;)
 
 
Das Gewinnspiel:
 
Die Gewinne:
 
- 1 x signiertes Taschenbuch Band 1 "Unglaubliche Welt"
 


- 1 x signiertes Taschenbuch Band 2 "Herzenssachen"

 
- 1 x Audio-CD vom Verlag
- 5 mal ein eBook nach Wahl vom Verlag (Amazon-Gutschein)
- Sonderpreis:
1 Autorenvertrag für eine Erzählung von mindestens 7.500 Wörtern Länge mit einem 100-Euro-Vorschuss, inkl. Lektorat, Satz und Gestaltung
(muss man im Lostopf extra erwähnen, dass man diesen Preis gewinnen möchte)
 
Um eine Chance auf einen dieser tollen Preise zu haben, müsst ihr einfach die jeweiligen Fragen unter den Tourposts in den Kommentaren beantworten. Dann wandert ihr in den Lostopf.
 
Meine Frage an euch lautet:
 
Wie hat euch das Interview gefallen und welche Frage hättet ihr gestellt?
 
Regeln:
 
- Gewinnspiel läuft bis zum 06.01. 2015, 23:59 Uhr.
- Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren
- Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit öffentlich genannt zu werden (Gewinnerpost) - und das ihre Adresse dem KopfKino Verlag zwecks Gewinnversands übermittelt wird.
- Keine Barauszahlung der Gewinne möglich
- Keine Haftung für den Postversand
 
Morgen macht die Blogtour ihren Halt bei
 
Sie zeigt uns das Erlebnis Vorlesegeschichten.
 
 
Danke, das ihr bei mir hereingeschaut habt.
 
Bis bald
 
eure Rebecca